Montag, 11. November 2013

St. Martin

Am 11. November 334 gab es folgende Begebenheit, die bis heute an Martinsbrauchtum erinnert. Es war eine kalte Novembernacht, Martin war gerade 18 Jahre alt und noch nicht dem Christlichen Glauben beigetreten.
Da begegnete er einem alten Bettler am Stadttor von Amiens, er merkte das es ihm nicht gut ging und spontan teilte er seinen Mantel mit dem Bettler.
In dieser Nacht erscheint ihm Christus im Traum und gab sich als den alten Bettler zu erkennen, dem Martin seinen halben Mantel geschenkt hat.
Darauf hin lässt Martin sich taufen, und wird zum Schüler des Bischofs Hilarius von Portiers, gründet ein Kloster und wird 10 Jahre später gegen seinen Willen zum Bischof von Tours gewählt.
Die Legende erzählt, daß er sich in einem Gänsestall versteckt hatte, um sich dem Amt zu entziehen, jedoch von den Gänsen durch ihr Geschnatter verraten wurde. Als Bischof hält Martin das asketische Leben bei. Er schützte das Christentum und  kämpfte gegen keltische Kulte.             
Da er Menschen heilen konnte, wurden ihm außergewöhnliche Kräfte zugeschrieben. Der Frankenkönig Chlodwig bestimmt Martin zum Nationalpatron der Franken. Da schon bald sein Leben von Sulpicius Severus beschrieben wird, wird er über die Grenzen des Frankenreiches hinaus bekannt.             
In seinem Namen werden viele Kirchen geweiht, allein in Frankreich über 3000, in Deutschland der Mainzer Dom, Groß St. Martin in Köln.
Der 11. November ist auch deshalb ein besonderer Tag, weil mit ihm die 40 Tage der vorweihnachtlichen Fastenzeit beginnen. Der Beginn des Karnevals ist daher weniger aus der Zahlenkombination 11.11. zu erklären als daß, dem Karneval vergleichbar, der Übergang zu einer Zeit des Fastens mit reichlich Essen und Ausgelassenheit gefeiert wird. Es muß ja das verzehrt werden, was dem Fastengebot unterliegt.
Mit dem Martinstag schließt das bäuerliche Jahr. In den Spinnstuben wurde das Licht angezündet, wo es bis zum 2. Februar, Mariä Lichtmeß, abends brennt. Der Martinstag war auch Termin für die Ablieferung der Pacht, daher der Spruch vom Martin als hartem Mann "für den, der nicht bezahlen kann." Die
Martinsgans ist eine Form der Pachtzahlung. Da Gesinde entlassen und neues eingestellt wurde, ist die Gans auch ein Geschenk an ausscheidende Mägde und Knechte. Der erste Wein des Jahrgangs wird als Martinsminne getrunken.

Und heute geht man mit der Laterne zum Martinsumzug um diesen besonderen Menschen zu gedenken. Er hat damals gezeigt das Mitgefühl und Hilfe eine wichtige Eigenschaft der Menschen ist und sein soll...
Gerade in diesen Tagen haben viele ihr eigenes Leid zu tragen, ein offenes Ohr oder eine kleine Geste helfen dieses besser zu ertragen.

In diesen Sinne einen schönen Martinsabend noch.........!!!!!


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